Informationen für Eltern und weitere Bezugs-/Fachpersonen von Kindern

In der Geschichte "Katze Karlotta" geht es neben Karlottas Abenteuern um Regulation des autonomen Nervensystems. Das bedeutet, über bestimmte Übungen, Gedanken, Gefühle, die in der Geschichte angesprochen werden, helfen wir unserem Nervensystem, sich zu regulieren. Regulieren meint umgangssprachlich "runter fahren", entspannen, innerlich ruhiger werden, in Kontakt zu sich selbst und damit auch leichter in Kontakt mit anderen kommen. 

Es kann auch bedeuten, wenn jemand in der Unterspannung, d.h. sich eher schwach, wenig präsent und vital fühlt, in eine angenehme (höhere) Körperspannung zu kommen und so wieder bereit für Kontakt, spielen, lernen wird. 

In dieser Geschichte geht es mehr ums "runter fahren", um Zuständen/Gefühlen wie Angst, Wut, Aufregung, Überforderung die Spitze zu nehmen, entspannen zu können. Es geht nicht darum, Gefühle als "gut" oder "schlecht" zu bewerten und sie weg haben zu wollen. Es geht darum, damit umgehen zu lernen, sie zu begrenzen und ihnen die Extreme zu nehmen. Diese Zustände werden dann oft als weniger überflutend erlebt und wir kommen mehr in den Bereich von Ressourcen, wenn wir regelmäßig (spielerisch) die Übungen anbieten.

Wir sprechen mit der Geschichte den Vagus - Nerv, einen Teil des parasympathischen Nervensystems, an. Es u.a. für Entspannung, innere Ruhe, Kontaktfähigkeit und Präsenz zuständig. Außerdem sprechen die Übungen teilweise den Neocortex, einen Teil des Gehirns an, das uns wieder ins hier und jetzt bringt, so dass Denken und Handeln wieder möglich werden.

Es ist daher sinnvoll, die Übungen aus der Geschichte öfters an einem bestimmten Tag zu anzubieten, am besten mit dem Kind/den Kindern zusammen. Dadurch bekommen Sie als Eltern oder andere Bezugspersonen von Kindern ein Gefühl für die Übungen und deren Wirkung und können Kinder so leichter begleiten.

Die Körperübungen stammen überwiegend aus der Traumatherapie und Schlafforschung, ein Teil der Übungen sowie die Geschichte  sind von mir.

Lassen Sie Ihrem Kind/Ihren Kindern Zeit für die Geschichte mit den enthaltenen Übungen, machen sie kleine Pausen. Das hilft dem Nervensystem, die gemachten Erfahrungen integrieren zu können.

Wenn Sie als Bauch-/Pflege-/Adoptiv-/Großeltern, Sozialpädagog:innen, Lehrer:innen, Erzieher:innen mehr Hintergrundwissen über das autonome Nervensystem, Infos und Ideen zur Umsetzung der Übungen (bzw. eine andere Altersgruppe ansprechen möchten) brauchen, melden Sie sich gerne unter "Kontakt" bei mir.